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Daten­spar­sam­keit

Lese­dau­er 3 Minu­ten

In einer so „digi­ta­len“ Welt wie heu­te ist es nicht ein­fach, sich in Daten­spar­sam­keit zu üben.

Aktu­el­le Bei­spie­le wie das Online-Anmel­den zur Imp­fung von einem Per­so­nen­kreis, wel­cher bis dahin online wenig bzw. gar nicht in Erschei­nung getre­ten ist, wir­ken die­sem dann zusätz­lich entgegen.

Jeder soll­te Über­le­gen, was er preisgibt.

Die­ses dient nicht nur der Daten­spar­sam­keit, son­dern auch dem Schutz der Persönlichkeit.

Denn Daten, die Sie wei­ter­ge­ben, kön­nen in einem ande­ren Kon­text gegen Ihren Wil­len ver­ar­bei­tet und mit wei­te­ren Daten ver­knüpft werden.

Das glei­che gilt für Daten, die Sie über ande­re Per­so­nen veröffentlichen.

Zum Bei­spiel kön­nen im Inter­net ver­öf­fent­lich­te Fotos spä­ter auch von Drit­ten wie Arbeit­ge­bern, Ver­mie­tern oder Ver­si­che­run­gen ein­ge­se­hen werden.

Daher ist eine gewis­se Fan­ta­sie beim Nut­zen des Inter­nets und Online-Ange­bo­ten durch­aus hilfreich.

So sind Fan­ta­sie­na­men oder gar der gan­ze Ver­zicht auf unnö­ti­ge Anga­ben sehr wirkungsvoll.

Wenn Sie sich zum Bei­spiel auf der Web­site eines Dienst­an­bie­ters regis­trie­ren, kön­nen Sie hier­zu ein Pseud­onym verwenden.

Natür­lich nur, wenn die Anga­be Ihres tat­säch­li­chen Namens für den Dienst nicht erfor­der­lich ist.

Sofern ein Dienst z. B. kos­ten­frei ist, also kein Name und kei­ne Rech­nungs­an­schrift zur Bezah­lung erfor­der­lich ist, kön­nen Sie bei der Anmel­dung einen Fan­ta­sie­na­men angeben.

Dies hat der Gesetz­ge­ber im Tele­me­di­en­ge­setz (TMG) grund­sätz­lich erlaubt.

Nach  § 13 Abs. 6 TMG hat ein Anbie­ter von Tele­me­di­en­diens­ten die Nut­zung sei­ner Diens­te und ihre Bezah­lung anonym oder unter Pseud­onym zu ermög­li­chen, soweit dies tech­nisch mög­lich und zumut­bar ist.

Ver­zich­ten kön­nen Sie dar­über hin­aus getrost auf die „frei­wil­li­ge“ Anga­be von Zusatz­in­for­ma­tio­nen, die­ses dient nicht nur der Datensparsamkeit.

Bei­spiels­wei­se braucht ein Anbie­ter einer App oder einer Web­sei­te oft gar nicht Ihr Geburts­da­tum, um sei­nen Dienst anbie­ten zu können.

Über­le­gen Sie daher genau, wel­che Daten von Ihnen für die Erlan­gung des jewei­li­gen Zugangs wirk­lich nötig sind.

Zusätz­lich ist die Ver­wen­dung von unter­schied­li­chen Pass­wör­tern für Online-Zugän­gen sehr sinnvoll.

Auch das Löschen Ihrer Daten ist sehr wichtig!

Sie wol­len Ihren Rech­ner, Ihr Smart­phone, Ihr Tablet usw. ver­kau­fen, ver­schen­ken, zur Repa­ra­tur geben oder ein­fach nur nicht mehr benutzen.

Dann ach­ten Sie dar­auf, dass Daten die Drit­te nicht lesen sol­len, auf den Gerä­ten irrever­si­bel gelöscht sind.

Hier­zu genügt es nicht, dass Daten in den „Papier­korb“ des Betriebs­sys­tems gelegt und die­ser dann geleert wird.

Dabei wird nur der Spei­cher­be­reich der Daten frei­ge­ge­ben, um die­sen über­schrei­ben zu können.

Bis dahin blei­ben die Daten auf der Fest­plat­te unver­sehrt erhalten.

Wird also nur das Inhalts­ver­zeich­nis einer Biblio­thek gelöscht, sind den­noch alle Bücher wei­ter­hin in den Rega­len vor­han­den und kön­nen gele­sen werden.

Wol­len Sie dies ver­mei­den, müs­sen Sie die zur Löschung bestimm­ten Sek­to­ren der Fest­plat­te mehr­fach überschreiben.

Hier­zu kön­nen Sie zusätz­li­che Soft­ware auf Ihrem Rech­ner installieren.

Oder im Betriebs­sys­tem Ihres Rech­ners Ein­stel­lun­gen zur voll­stän­di­gen Löschung von Daten vornehmen.

Las­sen Sie sich also gut beraten.

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