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Mobi­les Arbeiten

Lese­dau­er 3 Minu­ten

Mobi­les Arbei­ten ist heu­te für vie­le Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter All­tag. Ob im Café, im Zug oder im Home­of­fice – die Fle­xi­bi­li­tät bringt jedoch auch neue Her­aus­for­de­run­gen für die Daten­si­cher­heit mit sich. Cyber­kri­mi­nel­le nut­zen gezielt Schwach­stel­len in öffent­li­chen Netz­wer­ken, unsi­che­ren Gerä­ten oder unge­schütz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen aus. Wie kön­nen Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter ihre Daten auch unter­wegs sicher schützen?

Aktu­el­le Bedrohungen

Im Jahr 2026 sind vor allem Phis­hing-Angrif­fe eine der größ­ten Gefah­ren. Kri­mi­nel­le ver­schi­cken täu­schend ech­te E‑Mails oder Nach­rich­ten, um an Zugangs­da­ten oder ver­trau­li­che Infor­ma­tio­nen zu gelan­gen. Beson­ders ris­kant wird es, wenn Mit­ar­bei­ter öffent­li­che WLAN-Netz­wer­ke nut­zen, die oft unzu­rei­chend gesi­chert sind. Hier kön­nen Angrei­fer leicht Daten abfan­gen oder Gerä­te kom­pro­mit­tie­ren. Ein wei­te­res Pro­blem ist die Nut­zung pri­va­ter oder nicht frei­ge­ge­be­ner Gerä­te und Tools – die soge­nann­te Schat­ten-IT. Die­se ent­zie­hen sich oft den Sicher­heits­stan­dards des Unter­neh­mens und bie­ten Angrei­fern zusätz­li­che Angriffspunkte.

Die Fol­gen sol­cher Sicher­heits­lü­cken rei­chen von Daten­lecks über finan­zi­el­le Schä­den bis hin zu recht­li­chen Kon­se­quen­zen. Unter­neh­men müs­sen daher pro­ak­tiv han­deln, um ihre Daten und Sys­te­me zu schüt­zen – egal, wo ihre Mit­ar­bei­ter arbeiten.

Recht­li­che Pflichten

Die Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) und das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG) gel­ten auch für das mobi­le Arbei­ten. Unter­neh­men sind ver­pflich­tet, ihre Mit­ar­bei­ter über Daten­schutz­richt­li­ni­en zu infor­mie­ren und regel­mä­ßig zu schu­len. Zudem müs­sen sie tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men ergrei­fen, um die Sicher­heit der Daten zu gewähr­leis­ten. Dazu gehö­ren kla­re Rege­lun­gen zur Nut­zung von IT-Sys­te­men und Gerä­ten, die den Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten sicherstellen.

Mit­ar­bei­ter tra­gen eben­falls Ver­ant­wor­tung. Sie müs­sen die Richt­li­ni­en des Arbeit­ge­bers ein­hal­ten und ver­däch­ti­ge Akti­vi­tä­ten sofort mel­den. Nur durch die­se gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung lässt sich ein hohes Maß an Daten­si­cher­heit errei­chen – unab­hän­gig vom Arbeitsort.

Tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Schutzmaßnahmen

Mobi­les Arbei­ten erfor­dert auch zusätz­li­che tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Schutz­maß­nah­men. Um Daten auch unter­wegs sicher zu schüt­zen, ist eine Kom­bi­na­ti­on aus tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men ent­schei­dend. Tech­nisch soll­te eine ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung zum Unter­neh­mens­netz­werk über ein Vir­tu­al Pri­va­te Net­work (VPN) genutzt wer­den, um Abhör­ver­su­che zu ver­hin­dern. Die Mul­ti-Fak­tor-Authen­ti­fi­zie­rung (MFA) bie­tet einen zusätz­li­chen Schutz, indem sie den Zugriff auf Sys­te­me nur nach erfolg­rei­cher Authen­ti­fi­zie­rung über meh­re­re Fak­to­ren ermög­licht. Auch die Nut­zung ver­schlüs­sel­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tools wie Signal oder ver­schlüs­sel­ter E‑Mails ist essen­zi­ell, um sen­si­ble Daten zu schüt­zen. Siche­re Pass­wort­ma­na­ger hel­fen dabei, kom­ple­xe Pass­wör­ter zu ver­wal­ten und regel­mä­ßig zu ändern.

Orga­ni­sa­to­risch sind regel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen der Mit­ar­bei­ter über aktu­el­le Bedro­hun­gen und Schutz­maß­nah­men uner­läss­lich. Kla­re Richt­li­ni­en zur Nut­zung von IT-Sys­te­men und zum Umgang mit Daten soll­ten doku­men­tiert und kom­mu­ni­ziert wer­den. Zudem müs­sen Not­fall­plä­ne für den Fall einer Daten­pan­ne exis­tie­ren, um schnell und effek­tiv reagie­ren zu können.

Daten­pan­ne durch unsi­che­res öffent­li­ches WLAN

Ein klas­si­sches Bei­spiel für eine Daten­si­cher­heits­lü­cke beim mobi­len Arbei­ten ist die Nut­zung eines unsi­che­ren öffent­li­chen WLANs. Ein Mit­ar­bei­ter loggt sich in einem Café in ein unge­schütz­tes Netz­werk ein und greift auf sen­si­ble Unter­neh­mens­da­ten zu. Ohne ange­mes­se­ne Sicher­heits­vor­keh­run­gen wie VPN oder Ver­schlüs­se­lung kön­nen Drit­te die­se Daten abfan­gen. Durch die Umset­zung tech­ni­scher Maß­nah­men wie VPN und orga­ni­sa­to­ri­scher Schrit­te wie Schu­lun­gen und kla­re Richt­li­ni­en hät­te die­se Pan­ne ver­mie­den wer­den können.

Fazit

Mobi­les Arbei­ten erfor­dert bei der Daten­si­cher­heit eine Kom­bi­na­ti­on aus tech­ni­schen Lösun­gen, kla­ren Richt­li­ni­en und kon­ti­nu­ier­li­cher Schu­lung. Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter müs­sen gemein­sam Ver­ant­wor­tung über­neh­men, um sen­si­ble Daten zu schüt­zen – egal, ob im Büro, im Home­of­fice oder unter­wegs. Mit den rich­ti­gen Maß­nah­men lässt sich das Risi­ko von Cyber­an­grif­fen mini­mie­ren und die Vor­tei­le des mobi­len Arbei­tens sicher nutzen.

Also las­sen Sie sich gut beraten.

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