Daten­stra­te­gie — Effi­zi­enz und Com­pli­ance vereinen

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Daten gel­ten längst als eine der wich­tigs­ten Res­sour­cen moder­ner Unter­neh­men. Doch Daten allein schaf­fen noch kei­nen Mehr­wert. Erst wenn klar ist, wel­che Infor­ma­tio­nen benö­tigt wer­den, wo sie gespei­chert sind, wer mit ihnen arbei­tet und wofür sie ein­ge­setzt wer­den dür­fen, kön­nen sie ihre Stär­ke entfalten.

Genau hier setzt eine Daten­stra­te­gie an. Sie bringt Struk­tur in den Umgang mit Unter­neh­mens­da­ten und ver­bin­det wirt­schaft­li­che Zie­le mit Daten­schutz und Compliance.

Daten brau­chen eine Richtung

In vie­len Unter­neh­men ent­ste­hen Daten an den unter­schied­lichs­ten Stel­len: im Ver­trieb, im Kun­den­ser­vice, in der Per­so­nal­ab­tei­lung, im Online-Shop oder in inter­nen Anwendungen.

Mit jedem neu­en Sys­tem kom­men wei­te­re Infor­ma­tio­nen hin­zu. Ohne über­ge­ord­ne­te Stra­te­gie kann dabei schnell ein unüber­sicht­li­ches Geflecht entstehen.

Eine Daten­stra­te­gie beant­wor­tet des­halb grund­le­gen­de Fragen:

  • Wel­che Daten haben wir? 
  • Woher kom­men sie? 
  • Wie wer­den sie verarbeitet?
  • Wo wer­den sie gespeichert?
  • Und wie lan­ge behal­ten wir sie?

Dabei geht es nicht dar­um, mög­lichst vie­le Daten zu sam­meln. Ent­schei­dend ist viel­mehr, Daten gezielt und ver­ant­wor­tungs­voll einzusetzen.

Was gehört zu einer Datenstrategie?

Eine funk­tio­nie­ren­de Daten­stra­te­gie betrach­tet den gesam­ten Lebens­zy­klus von Informationen.

Dazu gehö­ren unter anderem:

  • Daten­quel­len: Wel­che Daten wer­den erho­ben und woher stam­men sie?
  • Daten­ver­ar­bei­tung: Wie wer­den Infor­ma­tio­nen aus­ge­wer­tet und genutzt?
  • Daten­spei­che­rung: Wo lie­gen die Daten und wie lan­ge wer­den sie benötigt?
  • Daten­schutz: Wel­che Anfor­de­run­gen müs­sen bei der Ver­ar­bei­tung berück­sich­tigt werden?

Die­se Berei­che soll­ten nicht iso­liert von­ein­an­der betrach­tet wer­den. Eine Ent­schei­dung über die Spei­che­rung kann bei­spiels­wei­se unmit­tel­bar Aus­wir­kun­gen auf Daten­schutz und Sicher­heit haben.

Unter­neh­mens­zie­le soll­ten den Rah­men vorgeben

Eine Daten­stra­te­gie ist kein Selbstzweck.

Sie soll­te immer mit der Fra­ge begin­nen, was das Unter­neh­men mit sei­nen Daten errei­chen möch­te. Geht es dar­um, Kun­den bes­ser zu ver­ste­hen? Pro­zes­se effi­zi­en­ter zu gestal­ten? Neue Pro­duk­te zu ent­wi­ckeln? Oder Ent­schei­dun­gen auf eine bes­se­re Infor­ma­ti­ons­grund­la­ge zu stellen?

Erst wenn die­se Zie­le fest­ste­hen, lässt sich beur­tei­len, wel­che Daten tat­säch­lich benö­tigt werden.

Das ver­hin­dert auch, dass Daten nur des­halb gesam­melt und gespei­chert wer­den, weil sie mög­li­cher­wei­se irgend­wann nütz­lich sein könnten.

Daten­schutz gehört in die Strategie

Eine wirt­schaft­lich sinn­vol­le Daten­nut­zung und Daten­schutz müs­sen kein Gegen­satz sein.

Im Gegen­teil: Wer früh­zei­tig klärt, wel­che Daten ver­ar­bei­tet wer­den und wel­che Risi­ken damit ver­bun­den sind, kann vie­le Pro­ble­me bereits bei der Pla­nung vermeiden.

Tech­ni­sche Maß­nah­men wie Ver­schlüs­se­lung und Zugangs­kon­trol­len kön­nen dabei eben­so eine Rol­le spie­len wie regel­mä­ßi­ge Überprüfungen.

Min­des­tens genau­so wich­tig sind kla­re Zustän­dig­kei­ten. Mit­ar­bei­ten­de müs­sen wis­sen, wel­che Regeln für den Umgang mit Daten gel­ten und wel­che Ver­ant­wor­tung sie selbst tragen.

Trans­pa­renz schafft Vertrauen

Auch Kun­den neh­men zuneh­mend wahr, wie Unter­neh­men mit ihren Daten umgehen.

Eine nach­voll­zieh­ba­re Kom­mu­ni­ka­ti­on dar­über, wel­che Infor­ma­tio­nen erho­ben und wofür sie genutzt wer­den, kann Ver­trau­en schaf­fen. Daten­schutz wird damit nicht nur zu einer recht­li­chen Fra­ge, son­dern auch zu einem Teil der Unternehmenskommunikation.

Wer ver­ant­wor­tungs­voll mit Daten umgeht, zeigt schließ­lich auch, dass er die Inter­es­sen der Men­schen hin­ter die­sen Daten berücksichtigt.

Der Ein­stieg muss nicht kom­pli­ziert sein

Eine Daten­stra­te­gie muss nicht mit einem rie­si­gen Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt beginnen.

Ein sinn­vol­ler ers­ter Schritt kann dar­in bestehen, einen kon­kre­ten Daten­fluss im Unter­neh­men zu unter­su­chen. Wel­che Infor­ma­tio­nen wer­den bei­spiels­wei­se im Kun­den­ser­vice ver­ar­bei­tet? Wo wer­den sie gespei­chert? Wer hat Zugriff? Und wann wer­den sie nicht mehr benötigt?

Aus sol­chen ein­zel­nen Betrach­tun­gen kann nach und nach ein umfas­sen­der Über­blick entstehen.

Fazit

Eine gute Daten­stra­te­gie schafft Ori­en­tie­rung. Sie hilft Unter­neh­men, Daten gezielt ein­zu­set­zen, Pro­zes­se zu ver­bes­sern und gleich­zei­tig Daten­schutz und Com­pli­ance im Blick zu behalten.

Dabei geht es nicht dar­um, mög­lichst vie­le Infor­ma­tio­nen zu besit­zen. Der eigent­li­che Wert ent­steht dort, wo Daten gezielt, sicher und ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt werden.

Also las­sen Sie sich gut beraten.

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