Black-Fri­day — Die­se Pro­duk­te spio­nie­ren Sie aus

Am Black-Fri­day sind sie über­all: Die Technik-Schnäppchen.

Auch zu Weih­nach­ten ver­schen­ken vie­le Men­schen Tech­nik an ihre Liebsten.

Ins­be­son­de­re wenn es sich bei den Beschenk­ten um Kin­der han­delt, soll­te man jedoch auch ein Auge auf den Daten­schutz bei den jewei­li­gen Pro­duk­ten haben.

Die Stu­die und der dar­aus resul­tie­ren­de Rat­ge­ber ver­fol­gen laut Mozil­la zwei Ziele:

  1. Käufer:innen dabei hel­fen, Arti­kel zu ver­schen­ken, die die Pri­vat­sphä­re ihrer Liebs­ten schützen
  2. und Unter­neh­men dazu anhal­ten, mehr Wert auf Daten­schutz zu legen.

Dazu hät­ten Forscher:innen rund 950 Stun­den in die Über­prü­fung von 151 Pro­duk­ten aus sechs Kate­go­rien investiert.

Wer sich durch die Lis­te scrollt, kann ent­we­der direkt nach Pro­duk­ten mit Warn­hin­weis („Pri­va­cy not inclu­ded“) fil­tern oder sich sämt­li­che unter­such­te Arti­kel aus­ge­ben lassen.

Die­se sind von Mozil­la von „Not Cree­py“ (unbe­denk­lich) bis „Very Cree­py“ (sehr bedenk­lich) sor­tiert worden.

Nach wel­chen Fak­to­ren rich­tet sich die Beur­tei­lung der Produkte?

Für vie­le dürf­te sich der Blick auf die bedenk­li­chen Pro­duk­te loh­nen, da sie teils zu ech­ten Kas­sen­schla­gern im Weih­nachts­ge­schäft oder am Black Fri­day gehören.

Gleich­zei­tig sind die umfang­rei­chen Daten­schutz­be­stim­mun­gen häu­fig sehr kom­pli­ziert for­mu­liert und schwer zu überblicken.

Mozil­la gibt jeweils eine kur­ze Zusam­men­fas­sung ab, wel­che Daten erho­ben wer­den, wie sie ver­ar­bei­tet wer­den (dür­fen) und auch, ob und zu wel­chem Zweck Daten an Drit­te ver­kauft werden.

Fol­gen­de Fra­gen stan­den dabei im Fokus:

  • Ver­fügt das Pro­dukt über Kame­ra, Mikro­fon oder Stand­ort­be­stim­mung, die sie aus­spio­nie­ren könnten?
  • Ver­wen­det das Pro­dukt künst­li­che Intel­li­genz und wenn ja, wie?
  • Wel­che Daten sam­melt das Gerät und wie ver­wen­det das Unter­neh­men diese?
  • Hat sich das Unter­neh­men in der Ver­gan­gen­heit beim Schutz von Nutzer:innendaten hervorgetan?

Mozil­la-Stu­die zur Pri­vat­sphä­re bei Gad­gets und Apps

Zur Ein­ord­nung sei aller­dings erwähnt, dass es sich bei Mozil­la eben­falls um ein Unter­neh­men mit eige­nen Pro­duk­ten und Inter­es­sen handelt.

Zudem sind smar­te Gad­gets vor allem des­halb smart, weil sie Daten erhe­ben und dar­aus lernen.

Eine Smart­watch wäre ohne die­se Funk­tio­nen bei­spiels­wei­se ein­fach nur eine Digitaluhr.

Rele­vant bleibt aber trotz­dem, ob die erho­be­nen Daten über den eigent­li­chen Pro­dukt­zweck hin­aus­ge­hen und ob sie bei­spiels­wei­se für Wer­be­zwe­cke genutzt und an Drit­te ver­kauft werden.

Wel­che Weih­nachts­ge­schen­ke sind daten­schutz­tech­nisch problematisch?

Ins­ge­samt 46 Pro­duk­te mit beson­ders pro­ble­ma­ti­schen Daten­schutz­be­din­gun­gen sind aufgefallen.

Bei 151 getes­te­ten Pro­duk­ten sind das also knapp 30 Prozent.

Die lei­ten­de For­sche­rin der Mozil­la-Stu­die sagt dazu:

„Beson­ders pro­ble­ma­tisch sind smar­te Trai­nings­ge­rä­te. Verbraucher:innen kau­fen Gerä­te wie ein Pelo­ton-Fahr­rad oder ein Nor­dic-Track-Lauf­band, um pri­vat in den eige­nen vier Wän­den zu trai­nie­ren. Lei­der gibt es bei die­sen Pro­duk­ten nur wenig Privatsphäre“

so Caltri­der.

Zu den Übel­tä­tern gehör­ten außer­dem vor allem:

Face­book Por­tal, Ama­zon Echo Dot (für Kin­der) und E‑Reader Onyx Boox.

Eben­falls ein „very cree­py“ erhiel­ten Dating-Apps wie Tin­der und Bum­ble, Smar­thome-Devices von Google.

So auch eine Viel­zahl an Ama­zon-Pro­duk­ten, Sky­pe, sowie die Hua­wei Free­buds Pro und die Sam­sung Gala­xy Watch 4.

Ama­zon-Pro­duk­te im Fokus

Dass vor allem die Pro­duk­te der Tech-Grö­ßen Face­book, Goog­le und Ama­zon in der Stu­die schlecht weg­kom­men, dürf­te wenig überraschen.

Für vie­le Men­schen schlägt der Nut­zen die­ser Pro­duk­te mög­li­che Beden­ken beim The­ma Datenschutz.

Wer aber ohne­hin unsi­cher ist und die Daten­schutz­be­stim­mun­gen der Hersteller:innen zu kom­pli­ziert fin­det, soll­te einen Blick auf den Rat­ge­ber werfen.

Ins­be­son­de­re Erwach­se­ne, die Kin­dern tech­ni­sche Pro­duk­te schen­ken, die nach­weis­lich Daten sam­meln und aus­wer­ten, soll­ten sich aber ohne­hin vor dem Kauf sorg­fäl­tig informieren.

Wel­che Pro­duk­te sind aus Daten­schutz­per­spek­ti­ve unbedenklich?

Im Mozil­la-Rat­ge­ber fin­det sich aber nicht nur Kritik.

22 Pro­duk­te sind mit dem Prä­di­kat „Best Of“ für außer­ge­wöhn­li­che Daten­schutz- und Sicher­heits­be­stim­mun­gen ver­se­hen worden.

Dar­un­ter vie­le Apple-Produkte.

Das US-Unter­neh­men sei „das ver­trau­ens­wür­digs­te der gro­ßen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, da es Ihre Daten nicht wei­ter­gibt oder verkauft.“

Hier sind eini­ge der Best-of-Pro­duk­te aus der Stu­die in der Übersicht:

  • Schla­gen Smart­wat­ches ande­rer Her­stel­ler laut Mozil­la beim Daten­schutz deut­lich: Gar­min Instinct Smartwatches.
  • Kopf­hö­rer: Jabra Eli­te Kopf­hö­rer, Senn­hei­ser Momen­tum Wire­less Kopf­hö­rer und Micro­soft Sur­face Headphones.
  • Smar­thome-Kame­ras: Netat­mo Smar­te Über­wa­chungs­ka­me­ra Innen* und Eufy Video Door­bells schnei­den bes­ser ab als ver­gleich­ba­re Amazon-Produkte.
  • Laut­spre­cher: Sonos One SL All-In-One Smart Spea­ker*: Posi­tiv bewer­tet, da ohne Mikro­fon angefertigt.
  • Saug­ro­bo­ter: Hier emp­fiehlt Mozil­la die Serie von iRo­bot, wie bei­spiels­wei­se deni­Ro­bot Room­ba 971 (WLAN-fähi­ger Saugroboter)*.
  • Fit­ness-Tra­cker: Im Gegen­satz zu zahl­rei­chen ande­ren Tra­ckern kommt mit Fit­bit Ace 3* ein Pro­dukt in der Stu­die beson­ders gut weg.
  • Apple Home­pod Mini: Apple-Pro­duk­te schnei­den in der Stu­die gene­rell gut ab.

Was Kon­so­len angeht, so schnei­det übri­gens die Nin­ten­do Switch bes­ser ab als die eben­falls getes­te­te neue Xbox-Generation.

Es ist also nicht nur die Tech­nik, wel­che beim Kauf eine wesent­li­che Rol­le spielt.

Auch der Daten­schutz gewinnt zuse­hens an Wichtigkeit.

Also las­sen Sie sich gut beraten.

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